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Die Vorsorge in der Schwangerschaft

Vorsorge in der SchwangerschaftAls werdende Mutter wollen Sie nur das Beste für ihr Kind. Und obwohl es sich so nah anfühlt, dauert der nächste Termin zur Ultraschall-Untersuchung immer zu lang. Regulär finden sie alle 4 Wochen statt, mit Investitionen in individuelle Gesundheitsleistungen (Igel) lassen sich die Abstände deutlich verkürzen. Doch nicht alle privat gezahlten Medizin-Checks bieten einen wirklichen Mehrwert.

Igel in der Schwangerschaft: Was ist sinnvoll?

Bei vielen Zusatzuntersuchungen fehlt der eindeutige Nachweis darüber, ob sie mehr nutzen oder schaden. In der 12.-14. SSW liefert das „Erst-Trimester-Screening“ (oder: Nackenfaltentransparenz) im Ergebnis die Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenstörung und andere Fehlbildungen. Sicherheit gibt es bei dieser Risikoanalyse nicht, kann aber Frauen dazu verleiten eine Fruchtwasserpunktion durchführen zu lassen. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt dann bei 0,5-2%.

Das Screening auf Schwangerschaftsdiabetes findet in der 24. – 28. SSW statt. Seit 2012 ist der Test eine Kassenleistung. Nach der Gabe von 50 g Glukose wird der Blutzuckerspiegel gemessen. Einige Gynäkologen raten Ihren Patientinnen zum Test mit 75 g Glukose, der nur bei Auffälligkeiten des 50-gramm-Tests nötig ist und zu den Selbstzahler-Leistungen gehört.

Die Blutuntersuchung auf Toxoplasmose-Erreger wird insgesamt als negativ bewertet. Die Erreger können z.B. durch nicht durchgegartes Fleisch in den Organismus gelangen. Ein erster Test auf Toxoplasmose gibt keine klare Auskunft, sondern führt fast immer zu weiteren Tests. Bisher konnten weder Studien noch Screeningprogramme nachweisen, dass sich durch die Behandlung der Schwangeren weniger ungeborene Babys anstecken. Wenn jedoch zur Abklärung eines ersten auffälligen Tests auf Toxoplasmose anschließend das Fruchtwasser untersucht wird kann es dabei zu einer Fehlgeburt kommen.

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