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Die 9. SSW: alle Anlagen sind vorhanden

In der 9. SSW ist ihr Baby ca. 2 cm groß und entspricht damit der Größe eines Gummibärchens. Mit der Entwicklung von Ellenbogen, Knie, Hand- und Fußgelenken wird die Embryonalperiode in dieser Woche abgeschlossen. Alle Organe sind vorhanden und viele nehmen ihre Funktion auf, parallel werden sie bis zur Geburt weiterhin reifen. Der bisher in der Nabelschnur heranwachsende Darm wandert in die Bauchhöhle. Das Gehirn entwickelt sich am schnellsten: Jede Minute entstehen 100.000 neue Nervenzellen! Diese beginnen mit der Vernetzung und können bereits jetzt Signale an den ganzen Körper senden. Dadurch bilden sich die Bereiche für die verschiedenen Aufgaben des Gehirns heraus. In dieser Zeit können Nervengifte aus Alkohol oder Nikotin besonders große Schäden hervorrufen! Der kleine Körper ist in seiner Form vollständig angelegt. In der weiteren Entwicklung wird er hauptsächlich an Volumen zulegen, um das aktuelle Gewicht von ca. 2 g zu steigern.

Neue Bedürfnisse in der 9. SSW

Ab der 9. SSW sind Geschmacks- und Geruchssinn geschärft. Viele Frauen verspüren nun die ersten Heißhungerattacken. Dieses Verlangen kann sich auf sehr außergewöhnliche Menü-Kombinationen beziehen. Grundsätzlich dürfen Sie auf Ihren Körper hören und in Maßen genießen, wonach es Ihnen verlangt. Umgekehrt ist auch Übelkeit bei vorher begehrten Mahlzeiten möglich. Wenn Sie noch häufig erbrechen und dadurch an Gewicht verlieren, besprechen Sie das mit Ihrem Arzt. Denn im Normalfall geht es nun mit der Gewichtszunahme rasant voran. Bisher wurde es in erster Linie bestimmt durch:

  • Wachstum der Plazenta
  • Gebärmutter
  • Fruchtwasser
  • erhöhtes Blutvolumen
  • Wassereinlagerungen

Von jetzt an wird das Wachstum des Kindes den größten Einfluss auf Bauchumfang und Körpergewicht haben.

Großer Ultraschall zwischen der 9. SSW und 12. SSW

Ab der 9. SSW findet die erste von drei großen Ultraschalluntersuchungen statt, spätestens in der 12. SSW. Bei dieser Untersuchung wird der Arzt die genaue Größe Ihres Babys ermitteln. Die Messung der Scheitel-Steiß-Länge (SSL) gibt Aufschluss darüber, wie weit die Entwicklung des Kindes fortgeschritten ist. Auf der Basis dieses Ergebnisses wird der zuvor errechnete Geburtstermin ggf. noch einmal angepasst. Die Lage, Bewegungen und Herzaktivität das Babys werden erfasst und dokumentiert. Die meisten Gynäkologen bieten den Ulraschall auch in 3D an. Mehrkosten für die dreidimensionalen Bilder werden allerdings nur selten von der Krankenkasse übernommen, fragen Sie also vorab mit welcher Investition Sie rechnen müssen.

Eine mögliche Schwangerschaft mit Zwillingen wird nun erkannt. Seit 1977 steigt die Zahl der Mehrlingsgeburten in Deutschland stetig an: Damals zählte jedes 56. Kind zu den Mehrlingen, in 2014 ist es bereits jedes 27. gewesen! Das liegt zum einen an der steigenden Zahl künstlicher Kinderwunsch- Behandlungen und zum anderen am höheren Durchschnittsalter der werdenden Mütter. Denn mit  steigendem Alter wird eine Mehrlingsgeburt wahrscheinlicher, insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit aber dennoch sehr gering.