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Muttermilch fürs Baby

Als frischgebackene oder werdende Mama möchten Sie sicherlich nur das Beste für Ihren kleinen Liebling und das hat die Natur Ihnen bereits mitgegeben – die Muttermilch. Muttermilch bezeichnet ein Sekret, dass von den weiblichen Milchdrüsen produziert und ein bis zwei Tage nach Entbindung des Kindes gebildet wird. Diesen Vorgang bezeichnet man in der Medizin als Laktation.

Muttermilch - Babyernährung

Was macht die Muttermilch so wertvoll?

Ihre Muttermilch enthält wichtige Inhaltsstoffe, die für Ihr Baby unentbehrlich sind. Hierzu zählen spezielle Enzyme, Spurenelemente sowie Antikörper, sogenannte Immunglobine, die abwehrend gegen Bakterien wirken und Ihr Baby in den ersten Monaten vor Krankheitserregern schützt. Der prozentuale Anteil an Eiweiß ist bedeutend niedriger als der Eiweißgehalt in Kuhmilch. Ein zu hoher Eiweißgehalt kann bei Ihrem Baby zu Nierenschädigungen führen. Die Fettverdauung des Kindes wird durch fettspaltende Enzyme, die ebenfalls enthalten sind, unterstützt. Des Weiteren erhält Ihr Kind beim Stillen Vitamin A, C und E, wobei der Anteil von Vitamin K relativ niedrig ist. Vitamin K ist jedoch wichtig für die Blutgerinnung sowie die Knochenbildung Ihres Kindes und schützt gegen Krebs. Sie als Mutter können durch entsprechende Ernährung den Vitamin K-Gehalt verbessern. Essen Sie gesund und geben Sie es an Ihr Kind weiter, damit es sich gut entwickeln kann. Weitere Inhaltsstoffe der Muttermilch sind Anteile von Phosphor, Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen sowie Calcium. Dieses Element ist besonders wichtig für Knochen und Zähne. Sie sehen, dass Muttermilch fürs Baby alles enthält, was für ein gesundes Wachstum benötigt wird.

Die drei Phasen der Muttermilch

Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich der Inhalt an Nährstoffen sowie die vorhandene Muttermilchmenge immer wieder den Bedürfnissen sowie der Entwicklung des Babys anpassen. Deshalb ist Muttermilch fürs Baby ausgewogen und gesund.

Die Bildung der Vormilch, bezeichnet als Kolostrum, beginnt bereits ab dem fünften Schwangerschaftsmonat und endet zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Geburt. Die Vormilch ist dickflüssiger als die normale Muttermilch und hat eine goldgelbe Farbe. In ihr ist alles enthalten, was das Neugeborene für die ersten Tage benötigt. Sie enthält doppelt so viele Kalorien, Mineralstoffe und Eiweiß, als die spätere Muttermilch, jedoch nur halb so viel Zucker. Die Entwicklung des kindlichen Gehirns wird durch eine große Menge ungesättigter Fettsäuren unterstützt, während diverse Schutzstoffe im Kolostrum den Magen-Darm-Trakt vor Infektionen schützen.

Nach der Vormilch folgt die Übergangsmilch, die eine Mischung aus reifer Muttermilch und Vormilch ist. Für Sie geht dieser Vorgang leider nicht unbemerkt vor sich, doch es gibt einige Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. Es kann zum Anschwellen der Brüste kommen, da die Brustdrüsen nun stark durchblutet und zur Milchproduktion angeregt werden. Mitunter können sich Ihre Brüste heiß anfühlen, was als sehr unangenehm empfunden werden kann. Sollten Sie unter diesen schmerzhaften Symptomen leiden, können Sie durch häufiges Anlegen Ihres Kindes für Linderung sorgen. Bereiten Sie Ihre Brust darauf vor, indem Sie für drei bis fünf Minuten feuchtwarme Umschläge auf die Brust legen. Damit erreichen Sie, dass die Milch leichter fließen kann. Der einfachste Weg, dieser Übergangsphase vorzubeugen, ist, Ihr Kind unmittelbar nach der Geburt anzulegen.

Wenn der unangenehme Übergang abgeschlossen ist, folgt am zehnten Tag die reife Muttermilch. Die Konsistenz ist wässriger und dünner als die der Übergangsmilch, doch sie enthält einzigartige Inhaltsstoffe. In der reifen Muttermilch sind 150 verschiedene Fettsäuren enthalten und im Vergleich zur Flaschennahrung liegt der Anteil an Mehrfachzuckerverbindungen vierzig Mal höher. Das Wachstum schädlicher Bakterien wird durch die Kohlenhydrate gehemmt, die jedoch gleichzeitig Nahrung für wichtige Darmbakterien darstellen.

Zeit für Mutter und Kind

Abgesehen von der Tatsache, dass Sie Ihr Baby kaum besser ernähren könnten, bietet das Stillen weitere Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Ihr Baby benötigt nicht nur gesunde Nährstoffe, sondern eine große Portion Liebe und Nähe. Durch den intensiven Körperkontakt mit der Mutter erfährt Ihr Kind Geborgenheit, Schutz und Wärme. Sie lernen sich gegenseitig besser kennen und die gemeinsame Mutter-Kind-Beziehung stabilisiert sich. Muttermilch fürs Baby bringt auch zeitliche und finanzielle Vorteile. Sie müssen während der Stillzeit keine Nahrung kaufen und das Spülen und Desinfizieren der Fläschchen entfällt. Das spart bis zu einer Stunde Zeit am Tag, die Sie für Ihre Entspannung nutzen können, wenn das Baby schläft.

Sie können viel dafür tun, dass sich Ihr Kind so richtig wohlfühlt. Nehmen Sie sich viel Zeit für das Stillen. Lassen Sie den Fernseher ausgeschaltet und sorgen Sie für eine behagliche Atmosphäre. Besucher können später kommen, denn diese Momente sollten nur Ihnen und Ihrem Nachwuchs gehören. Besorgen Sie sich ein Stillkissen, damit Sie eine gemütliche Sitzhaltung finden, die auch bei längeren Stillzeiten nicht als belastend empfunden wird.

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Ihr Körper benötigt jetzt zwischen 300 und 500 Kalorien mehr am Tag, was natürlich nicht durch den Verzehr von Süßigkeiten und sinnlosen Kalorien gedeckt werden sollte. Hier gilt, wie bei jeder gesunden Ernährung, dass dem Körper möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Milch, Fleisch und Fisch gehören selbstverständlich ebenso auf den Speiseplan wie Gemüse, Obst und Salat.