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Künstliche Befruchtung – Erfüllter Kinderwunsch dank In-Vitro-Fertilisation

Der Wunsch nach eigenen Kindern steht bei vielen Paaren und Ehepartnern hoch im Kurs. Zu einer gemeinsamen Zukunft mit dem Partner zählt die Familienplanung für viele Frauen und Männer zu den entscheidendsten, aber auch angenenehmen – und gemeinsamen – Entschlüssen. Doch was passiert, wenn es trotz des gemeinsamen Kinderwunsches zwischen Frau und Mann nicht zu einer Schwangerschaft kommt? In solchen Fällen kann beispielsweise eine künstliche Befruchtung – die In-Vitro-Fertilisation – infrage kommen. Wie viel eine künstliche Befruchtung kosten kann und welche Möglichkeiten sich Paaren bieten – darauf möchten wir in diesem Beitrag eingehen!

Insemination – Künstliche Befruchtung auf möglichst natürlichem Wege

In Deutschland hat etwa jedes siebte Paar oder Ehepaar Schwierigkeiten, den eigenen Kinderwunsch mit einer Schwangerschaft in Erfüllung gehen zu lassen. Das heißt auch, dass jedes siebte Paar auf medizinische Hilfe angewiesen ist, um die Chancen auf eigenen Nachwuchs zu verbessern. Eine Möglichkeit der künstlichen Befruchtung ist dann die sogenannte Insemination, auch Samenübertragung genannt.

Die Insemination ist hierzulande die am häufigsten angewandte Methode, um eine Schwangerschaft künstlich herbei zu führen und dabei so wenig wie möglich in natürliche Abläufe einzugreifen. Die Gründe, auf die Möglichkeit einer Samenübertragung zurück zu greifen, sind dabei recht vielfältig. In den meisten Fällen liegen diese jedoch:

  • bei Paaren, bei denen der Mann unfruchtbar ist,
  • bei Paaren, die aufgrund körperlicher Einschränkung keinen Geschlechtsverkehr haben oder
  • in lesbischen Partnerschaften.

Die Durchführung einer Insemination läuft in der Regel wie folgt ab: Die Eierstöcke der Frau werden vor der Übertragung des Samens meist hormonell stimuliert. In diesem ersten Stadion der künstlichen Befruchtung wird mittels regelmäßiger Ultraschall- und Blutuntersuchungen der Hormonhaushalt der Frau überwacht und geprüft. Ist der Zeitpunkt aus Sicht der behandelnden Fachärzte in Absprache mit den Patientinnen passend, wird der Eisprung gezielt eingeleitet. Nur kurze Zeit später kommt es dann zu einer Übertragung des männlichen Samens – direkt in die weibliche Gerbärmutter.

Nachwuchs dank künstlicher Befruchtung

Eine weitere Variante der künstlichen Befruchtung ist die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), bei der die Samenzelle eines Mannes direkt in das Zytoplasma – die Eizelle – einer Frau eingespritzt wird.

Der eventuell eintretende Erfolg dieser beiden Arten der künstlichen Befruchtung hängt insbesondere vom Alter und den körperlichen Voraussetzungen einer Frau ab. Eine hundertprozentige Garantie, dass die fachärztlich durchgeführte Insemination auch zur Schwangerschaft führt, gibt es jedoch nicht.

Wie hoch können die Kosten einer künstlichen Befruchtung ausfallen?

Eine Kinderwunschbehandlung durch den Facharzt ist nicht zuletzt mit nennenswerten Kosten für Paare und Ehepartner verbunden. Der Kostenpunkt dieser Behandlung ergibt sich in erster Linie aus der vorab bestimmten Behandlungsmethode. Auch die notwendigen Medikamente und die Anzahl an Behandlungszyklen während einer In-Vitro-Befruchtung sind entscheidend.

Werden alle Aspekte der künstlichen Befruchtung berücksichtigt, ergibt sich für Paare ein ungefährer finanzieller Kostenrahmen von 3000,00 EUR – je Zyklus. Dieser Betrag kann jedoch variieren und ist in persönlichen Gesprächen mit dem behandelnden Arzt in jedem Fall zu besprechen und vorab festzulegen! Seit der 2004 von der damaligen Bundesregierung beschlossenen Gesundheitsreform haben Paare die Chance, einen Antrag auf finanzielle Unterstützung durch die Krankenkasse zu stellen und nach Prüfung dieses Antrags von bis zu 75 oder gar 100 Prozent Kostenübernahme zu profitieren.