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Scharlach beim Baby

Schnupfen, Scharlach, Masern & Co. – Kinderkrankheiten erkennen und richtig behandeln – Homöopathie oder Schulmedizin?


Eine weitere klassische Kinderkrankheit ist Scharlach. An dieser bakteriellen Infektion erkranken hauptsächlich Kinder zwischen dem dritten und zehnen Lebensjahr. Säuglinge sind immun dagegen, sofern die Mutter Scharlach gehabt hat. Ein bis fünf Tage nach der Ansteckung treten plötzlich hohes Fieber und Symptome einer Angina auf: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, ein hochroter Gaumen und stark gerötete Mandeln. Die Zunge ist anfangs belegt, später zeigt sich die typische „ Himbeerzunge“. Ein bis zwei Tage später beginnt dann der charakteristische Hautausschlag in den Achselhöhlen und Leistenbeugen sowie an den Innenseiten der Oberschenkel. Er breitet sich auf dem ganzen Körper aus. Die Hautflecken sind etwa Stecknadelkopf groß, stark gerötet und leicht erhaben. Das Gesicht ist stark gerötet, die Mundpartie blass. Nach zwei Tagen etwa beginnt sich die Haut zu schuppen.

Behandlungsmöglichkeit Scharlach beim Baby

Hinsichtlich der Behandlung von Scharlach gibt es zwei unterschiedliche Auffassungen.

Schulmediziner verabreichen sofort nach Erkennen der typischen Symptome Penizillin. Dadurch bilden sich die Krankheitserscheinungen rasch zurück, weil die Erreger sofort abgetötet werden. Naturheilkundler verordnen dagegen „ nur“ Bettruhe (etwa zwei Wochen lang) und Medikamente, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Die Erkrankung wird also nicht unterdrückt, sie soll vielmehr zum Ausbruch kommen, damit der kindliche Körper genügend Abwehrstoffe dagegen bildet. Vorsichtshalber ist bei Scharlach immer ein Kinderarzt hinzuzuziehen, da die Gefahr von Folgekrankheiten und Komplikationen (zum Beispiel an Ohren, Herz oder Nieren) besteht.