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Neurodermitis beim Baby

Neurodermitis juckt mich nicht mehr!: Ein natuerlicher 3-Stufenplan zur Heilung von Neurodermitis bei Kindern

Quälender Juckreiz und Ekzeme sind die Hauptsymptome dieser Erkrankung, von der bei uns rund zehn Prozent aller Kinder geplagt werden. Bei vielen Säuglingen beginnt die Neurodermitis mit Milchschorf. Im Gesicht und am Hals bilden sich weißlich Schuppen; bei manchen Babys sind auch der Oberkörper sowie die Außenseite der Arme und Beine davon befallen. Mit zunehmendem Alter verlagert sich das Ekzem, die Haut an Handgelenken, Ellenbeugen und Kniekehlen röten sich und fängt an zu jucken.

Neurodermitis verläuft meist in Schüben: nach akuten Phasen beruhigt sich die Haut oft für Wochen oder Monate. Sie ist aber trocken, rissig und schuppig. Von heute auf morgen kann jedoch eine neue Juckkrise einsetzen, in der sich das Kind unter Umständen so stark kratzt, bis einige Hautstellen offen sind und bluten. Mit Schmerzen verbundene, eitrige Infektionen sind dort deshalb auch keine Seltenheit.

Neurodermitis ist nicht ansteckend. Nach medizinischen Erkenntnissen liegen für das Auftreten erbliche Voraussetzungen vor; der Einfluss von Allergie auslösenden Stoffen (Allergenen) bringt die Erkrankung und/oder andere allergische Reaktionen (wie Heuschnupfen oder auch Asthma) zum Ausbruch. Außerdem spielen dabei seelische Faktoren ebenfalls eine Rolle: Bei Kummer oder Stress fangen die betroffenen Kinder plötzlich an, sich zu kratzen.

Behandlungsmöglichkeiten

Auch wenn die Erkrankung nie völlig heilen wird; Kinderärzte empfehlen eine Reihe von Maßnahmen, um die Symptome der Neurodermitis zu lindern und einer Verschlechterung des Hautzustandes wirksam vorzubeugen:

Hautpflege

Zum Baden und Waschen sind bei Neurodermitis keine Seife, sondern nur klares Wasser oder Ölbäder zu verwenden. Danach wird die Haut nur ganz vorsichtig abgetrocknet und mit rückfettenden Spezialcremes eingerieben.

Um den Juckreiz zu lindern, helfen Badezusätze aus der Apotheke und feuchtkalte Teeumschläge mit Kamille.

Kleidung

Wolle und Kunstfasern reizen die Haut; Kleidung und Bettwäsche aus Baumwolle ist deshalb besser geeignet. Das Kind nicht zu warm anziehen, da Schweiß den Juckreiz fördert.

Wohnung

Mögliche Staubfänger in der Wohnung und im Kinderzimmer reduzieren (zum Beispiel Teppiche, Vorhänge, Polstermöbel). Federbetten und Rosshaarmatratzen sind ebenfalls nicht empfehlenswert. Die Wohnung immer gut lüften. Keine Haustiere halten.

Ernährung

Gewürze sollen nur sparsam Verwendung finden. Liegt eine Allergie oder eine Unverträglichkeit vor, ist das entsprechende Nahrungsmittel zu meiden.

Freizeit

Häufiger Aufenthalt an der frischen Luft wirken positiv auf die Haut. Keine Sonnenschutzcremes verwenden, sondern die Haut langsam an die Sonne gewöhnen. Urlaub am Meer und Gebirge sind, bei entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, sehr empfehlenswert.

Kind mit Sonnenbrand

Werden die nötigen Vorsichtsmaßnahmen beachtet und ein Sonnenbrand verhütet, tut frische Luft allen Kindern gut